| Pressemitteilung vom 18.08.2010 - ALTE OLDENBURGER | ||
Vechta, 18. August 2010
Himmelsstürmer in Vechta
ALTE OLDENBURGER Krankenversicherung platziert Skulpturen von Gisela Eufe vor ihrem Neubau/ „Schmetterlingsfrau“ im Verkehrskreisel
Der Neubau der ALTE OLDENBURGER Krankenversicherungsgruppe an der Theodor-Heuss-Straße ist auch ein neuer „Kunstort“ in Vechta. Vom Verkehrskreisel am westlichen „Einfahrtstor“ in die Stadt bis zum Haupteingang des Verwaltungsgebäudes steht eine Skulpturengruppe der Bremer Bildhauerin Gisela Eufe aufgereiht. Sie trägt den Titel „Skywalker“. Die fünf ultramarinblauen Figuren sind auf über fünf Meter hohen Edelstahlsäulen montiert.
Unpathetisch wirken die realitätsnah geformten Gestalten aus Aluminiumguss – wie Akteure auf einer Bühne, die als Gruppe gemeinsam wirken. Der Betrachter erkennt in ihren Bewegungen und Gesten bis hin zur Kleidung sich und seine Verhaltensweisen wieder. Von der Euphorie bis zur Bedächtigkeit, vom strengen Pflichtbewusstsein und „Machertum“ bis zum Aufbruch zu Neuem und dem Lob der Wendigkeit. Ohne sich in platter Symbolik zu verlieren, vermitteln die szenischen Andeutungen Hinweise auf unterschiedliche Lebensentwürfe.
„Es ist uns wichtig, nicht nur mit der Architektur unseres Gebäudes, sondern auch mit diesem Kunstwerk einen Beitrag zur Gestaltung des öffentlichen Raumes zu leisten“, so Dr. Ulrich Knemeyer, Vorstandsvorsitzender der ALTE OLDENBURGER Beteiligungsgesellschaft AG. „Wir drücken damit unsere Verbundenheit zum Standort Vechta aus.“ Die Skulpturengruppe könne ein Angebot zur Kommunikation für Bürgerinnen und Bürger, Gäste und Besucher sein. Gerade Kunstwerke im öffentlichen Raum seien wichtig für die Vermittlung kultureller Werte, so Knemeyer weiter. Wichtig seien sie auch als Signal für ein privates Krankenversicherungsunternehmen, das keine greifbaren, handelbaren Waren, sondern geldwerte Leistungen anbietet: „Für uns ist es wichtig, dass der Mensch als Kunde und Vertriebspartner im Mittelpunkt steht.“ Eine der Stelen ist zentral im Verkehrskreisel platziert eine Frauenfigur, auf deren Hand poetisch-spielerisch, ein goldener Schmetterling Platz genommen hat. So werden Besucher, die vom Westen her in die Stadt Vechta einfahren, mit einem poetischen Bild für Aufbruch und Bewegung, für Kommen und Gehen, für die Leichtigkeit des Seins begrüßt.
Auch die übrigen Protagonisten überzeugen mit einprägsamen plastischen Formulierungen. Eine Business-Lady, die mit Aktentasche streng in Positur steht („Hier und Heute“), ein Hurra-Begeisterter, der die Arme in die Höhe reißt („Nach den Sternen greifen“), der Akkurate, auf Konstruktion und Proportion Orientierte mit dem Messstab in der Hand („Das Maß aller Dinge“), die Kluge, die auf Harmonie und Ausgewogenheit achtet („Das kleine Glück“). Die ultramarine Farbe verleiht ihnen einen Eindruck von Freundlichkeit, dem fernen Blau des Himmels zugeordnet. Die golden hervorgehobenen Accessoires – etwa Kugel oder Stab – knüpfen an eine lange Bedeutungsgeschichte an. Mit dem Arrangement der Stelen hat Gisela Eufe auch ein Bild für die Gleichzeitigkeit von Vereinzelung und Verbindung der Menschen untereinander geschaffen. Und sie zeigt sich als Meisterin der kleinen Irritationen. So hat sie die Stelen rhythmisch auf die Architektur ausgerichtet, lässt aber einige von der Senkrechten abweichen. Der Störfall lässt ahnen: Als Akteur muss man sich auch auf „unsicherem Grund“ behaupten können.
Gisela Eufe eröffne mit ihrem Kunstwerk, so Knemeyer, „einen aktuellen Diskurs über uns Menschen und unser Verhalten. Kunst kann beruhigen oder provozieren, besänftigen oder verunsichern, Fragen aufwerfen oder Antworten liefern. Wir freuen uns sehr, dass Gisela Eufe diese Arbeit für uns geschaffen hat. Und wir freuen uns ebenso, dass wir viele an der Konversation teilhaben lassen können.“ Gerade in Zeiten, die vom Postulat der Mobilität und Schnelligkeit bestimmt sind, seien plastische Arbeiten auch ein Bekenntnis zu Beharrlichkeit, Tradition und Beständigkeit.
Die Künstlerin
Gisela Eufe, geboren in Carolinensiel, ist bekannt als Vertreterin der sog. „Bremer Bildhauerschule“, die der figürlichen Plastik wieder einen wichtigen Platz in der Gegenwartskunst verschafft hat. Sie arbeitet seit 1994 in Ateliergemeinschaft mit Professor Bernd Altenstein in Worpswede. Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit und ihrer persönlichen Ikonographie steht die weibliche Figur. Seit 1991 ist sie kontinuierlich mit Ausstellungen im In- und Ausland vertreten, u. a. Düsseldorf, Bremerhaven, Göttingen, Bremen, Sèvres (F), Vallauris (F), Nieuweschans (NL) .Eufe hat außerdem mehrere Arbeiten im öffentlichen Raum realisiert - u. a. Worpswede, Bremen, Bonn, Butjadingen. Die „Skywalker“ wurden für den Standort entwickelt. Eine ähnliche Figurengruppe von ihr steht in Bremen-Hemelingen.
Folgende Presseartikel sind am 26.03.2010 in der Oldenburgischen Volkszeitung sowie in der Münsterländischen Tageszeitung und am 27.03.2010 in der Nordwestzeitung und in der den Hannoverschen Allgemeinen Zeitung erschienen:
Ansprechpartnerin für die Presse:
Sandra Kühling
ALTE OLDENBURGER Krankenversicherung AG
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